だいなし Things will never be as you imagine, so you're better off not seeing them.
Daily Motion
Ein Leitthema für diesen Blog gibt es nicht.
Oft verleiten mich Gefühle oder tägliche Eindrücke für einen Post.
Dinge die ich anspreche sind z.B.
+ Essen und asiatische Küche
+ Events und Treffen die ich besuche
+ Erlebnisse mit Freunden
+ Alltägliches
+ J-Music und J-Style
blog info
Letztes Layout Update: 17.03.2013
Navigation: Erfolgt über die Bilder
about
Tamara / 21 / Weinheim
Ich bin ein verträumter Mensch der hinter Oberflächen schaut.
Ein Wunder ist nur, was wir dazu machen.
Das Leben ist spannend und vielseitig und ich versuche
dieses mit Foto und Text hier festzuhalten.
Denn die Erinnerung ist das einzige Paradies
aus dem wir noch nicht vertrieben wurden.
5 Tage Bayern - Ein Leben lang Erinnerung
Donnerstag, 14. Oktober 2010 06:15
Freitags verabschiedete ich mich von den Fünftklässlern die ich eine Woche lang betreut hatte. Der Abschied viel mir nicht schwer, denn die Aufregung in mir, das ich heute noch 6 Stunden Zug fahren würde, war größer. Ich ging nachhause und hatten von 11 Uhr bis 17 Uhr Zeit. Diese verbrachte ich mit chatten und einer Stunde schlafen. Die Tasche war gepackt mit Sandwiches und Klamotten für die nächsten 5 Tage. Schnell wurde es 17 Uhr und meine Mutter und mein Dad fuhren mich an den Bahnhof in Saarbrücken, wo mich meine Mutter garnicht gehen lassen wollte. Ich stapfte zu Gleis 14, wartete ein paar Minuten und stieg ein als der Zug da war. Meine Befürchtung das er voll sein würde legte sich. Ich fand einen Platz und fuhr mit einer Verspätung von 5 Minuten richtung Baviere~ In Frankfurt sollte es dann sehr stressig werden, denn ich hatte nach Plan aufgrund der Verspätung nur eine Minute zum Umsteigen was meinen Puls ungeahnte Frequenzen erreichen ließ. Trotzem bekam ich meinen Anschlusszug und sollte pünktlich in Regensburg ankommen. Ich ging aus dem Bahnhof hinaus und war SO glücklich endlich da zu sein. Raus. Auf die Straße. Ich ließ meinen Blick über den Parkplatz schweifen doch kein Auto war zu sehen, darum lief ich in Richtung der einfahrt. Da bog der schwarze Opel Corsa schon ein und... fuhr an mir vorbei. Ich öffnete einfach die hintere Tür und grinste aufgrunds des überraschten Blicks meiner besseren Hälfte. Smalltalk im Auto mit dem Gedanken nur noch ins Bett zu wollen~ Zuhause gabs dann erst mal ein Kippchen für Reita unter dem Sternenhimmel. Das erste mal kuscheln im Bett... ich hatte es so sehr vermisst~
Der nächste Morgen. Heute stand der Besuch der Banane an. DER Rockkneipe in Regensburg. Ich war schon sehr gespannt wie es sein würde in DEM Club zu sein von dem alle Regensburger so schwärmten. Aber zuerst sollte meine Failfrisur dran glauben: Nach ausgiebigem essen schnappte Reita sich die Schere und schnitt eine Stunde lang in höchster Perfektion meine Haare wieder in Stufen und Längen. Endlich fühlte ich mich wohler mit dem was ich auf dem Kopf hatte. Dann hieß es rein in's Shadow-cosplay und schminken. Ich glaube mich hat noch niemals jemand annährend so geil geschminkt. Man konnte echt sehen wie viel die Schminke beim Cosplay ausmacht~ Dann wurde geshootet: Mit Verstärker und Gitarre. Rasch schritt die Zeit vorran und Reita musste sich auch noch für die Banane aufhübschen. Andere Klamotten an und auf geht's zum Bus. DON'T DRINK AND DRIVE! Mit dem Bus fuhren wir dann in das Dunkel Regensburg's, gabelten am Bahnhof dann die
Boozie's auf und liefen zu Banane dir noch geschlossen war. Ich
wurde immer aufgeregter und war gespannt was mich drinnen erwarten würde. Plötzlich öffnete sich die Tür, eine Banane wurde auf meinen Handrücken gestempelt und rein ging's. Ich war echt überwältigt... Dadrin kann man sich garnicht satt sehen. Die Musik ist auch super und die Stimmung sowieso. Da bekam ich fast Lust drauf sowas in Saarbrücken aufzumachen... sowas fehlt hier echt.
Ein Colaweizen hab' ich getrunken, 2 Dracula und 2 oder 3 Runden... keinen Plan mehr xD jedenfalls war mir gut warm ums Herz ey xD also der Club is einfach ein Wahnsinn. Danach sind wir zum Mäcki, haben da was gegessen und sind auch schon nachhause, wo Reita bis 6:30 Fernsehen geguckt hat. Ich bin irgendwann einfach neben ihr eingeschlafen xx Nach so nem harten Tag so lange Fernsehen geht echt nich xD
Am nächsten Morgen war das Wetter einfach so schön das wir spazieren wollten. Reita kam dann auf die Idee einen Spanischen Apfelkuchen zu backen. Ich hatte schon lange nicht mehr gebackt, mein letzter Backversuch war ein Fail und darum fand ich es echt schön mal wieder zu backen und Teig zu naschen. Vor allem gibt's bei mir Zuhause so gut wie nie selbstgemachten Kuchen. Also leutete der Plan: Backen, Spazieren gehen, heim kommen und den frisch gebackenen Kuchen essen und Tee dazu trinken. Der wurde dann auch genauso in die Tat umgesetzt.
Ich kann nur sagen das die Kombination aus Schokolade und Apfel einfach perfekt zum Herbst passt. Der Spaziergang war wunderschön gewesen. Ich war total fasziniert vom Biotop und Spazieren erinnert mich immer an meine Kindheit weil ich mit meiner Oma früher sehr oft spazieren war. Und auch damals im Merchtal gibt es sehr viel Feld und Wasserstellen. Das hinabfallen der Blätter wenn der Wind wehte war fast wie im Märchen~ Wir schwiegen uns fast nur an obwohl ich gerne so viel gesagt hätte aber ich wollte nicht mit so viel Worten die Augenblicke und Bilder die auf uns einwirkten zerstören. Ich habe die Landschaft sehr genossen und es war das positivste Erlebnis das ich jemals mit dem Herbst hatte. Für mich ist der Herbst sonst etwas sehr depressives. Nicht soetwas wie... bunte Grasblumen sammeln oder Tee trinken oder Kuchen essen. Das Erlebnis hat meine Einstellung gegenüber dem Herbst ziemlich reformiert. Und dafür bin ich sehr dankbar <3 Nach dem Spaziergang und dem Kuchen essen legten wir uns kuschelnd aufs Bett und schliefen schnell ein. Landluft macht eben müde~ Irgendwann gegen 7 Uhr wurden wir dann wach und es war bereits am dunkel werden was irritierend war. Wir mussten runter und zu Abend essen und ich hoffte einfach das man mir nicht anmerkte das ich gerade geschlafen hatte und total müde und schlaftrunken war. Irgendwie hab ichs dann geschafft zu essen und da es wie gesagt schon recht dunkel und spät war gingen wir eh wieder bald ins Bett. Am nächsten Tag (Montag) waren wir ziemlich planlos was wir unternehmen sollten. Wir gammelten den ganzen Tag vor uns hin, lagen im Bett und machten Abends Perlentiere. Ich hab noch nie Perlentiere gemacht deswegen war das ziemlich interessant xD Profi-Reita hatte sich einen Kakadu ausgesucht und ich wollte eine Ente machen. Am Ende sind die Tierchen echt schön geworden und wirklich süß. Perfekte Glücksbringer eben. Uns fiel auf das wir irgendwie jedes mal besteln wenn wir uns sehen. Das letzte mal hatten wir aus Fimo Dinge gebastelt, dieses mal waren es Perlentiere. Das fand ich irgendwie niedlich~ Welches Paar bastelt noch miteinander wenn es sich sieht? Die wenigsten Menschen in Fernbeziehungen können aus der kurzen Zeit die sie sich sehen etwas banales machen. Der Druck der permanent herrscht, in möglichst wenig Zeit möglichst viel zu Unternehmen ist schon groß. Aber wieso sollte man ihm folgen? Ich genoss es sehr das wir taten wonach uns der Sinn stand. Auch wenn es aus essen, basteln und schlafen bestehen sollte. Da wir bisher so viel banales taten beschlossen wir Dienstag wegzufahren. Unser Ziel sollte Furth im Wald sein, welcher Ort mir nicht gerade unbekannt war. Das örtchen im Bayrischen Wald ist DIE Drachenstich-Stadt. Wer sie nicht kennt sollte sich darüber informieren. Wir wollten dort den japanischen Garten anseren, welcher im Internet auf Touristenseiten groß beschrieben wurde. Japanische kunst und tradition, alles mögliche wurde an im hoch gelobt. Den MUSSTEN wir sehen. Also fuhren wir eine Stunde lang über Berg und Tal und vergnügten uns in Halb-Staus hinter Traktoren welche ja nicht schneller als 25 km/h fahren können.
Das war echt witzig xD Als wir ankamen sagte uns das Navi das unser Ziel ein gähnend leere Parkplatz sein sollte. Überall war nur Baustelle und wir liefen umher und fragten 2 Männer nach dem japanischen Garten. Als wir dann davor standen war die Enttäuschung groß. 2 Zengärten, vielleicht 2 auf 2 Meter groß. STEINFELDER. Sonst nichts. Und dafür waren wir eine Stunde unterwegs. Nun gut, wir versuchten das beste aus der Sache zu machen und liefen entgegen unserem Frust in die Stadt welche auch ziemlich leer wirkte. Überall sind Ornamente und Figuren die Drachen und Drachentöter darstellten. Wir gingen in ein Latte-Macchiato gestrichenes Café und tranken überteuerte Kaba's. Nach der Aufwärmung versuchten wir etwas zu bummeln, aber es waren keine wirklich sehenswürdigen Geschäfte vorhanden. Also machten wir nach etwas spazieren gehen wieder kehrt, hockten uns in's Auto und fuhren wieder eine Stunde lang zurück. Gut beobachtet von der Sonne welche uns wirklich pauseinlos in's Gesicht knallte. danach waren wir auch erleichtert daheim zu sein und den seltsamen Tag beenden zu können. Morgen war schon der letzte Tag an dem ich inklusive Nacht in Bayern sein durfte. Dieser war Dienstag und um 12 Uhr gingen wir zusammen mit Reitas Mutter Chinesich essen. Der Geschmack der Sesamteig-bällchen habe ich immernoch auf der Zunge. Es war wirklich lecker und Chinesich könnte ich wirklich IMMER essen xD Chinesich is echt mein Lieblingsessen. Danach rannten wir in den Supermarkt, kauften Wintertee und einen Tee für Reitas Mama und natürlich: ASTI! Denn Heute Abend sollte Deutschland gegen die Kasachen spielen. Mit Kinderpunsch, Tee und Asti bewaffnet gingen wir dann nachhause, wo wir bei einem heißen Kinderpunsch beschlossen den letzten vollen Tag noch zu nutzen. Wir ließen uns von Reita's mum in die Stadt fahren und Shoppten. Ich ließ 2 Lippenstifte und Lufttrocknende Modelliermasse mitgehen obwohl ich eigentlich vorhatte noch mehr zu kaufen xD Nächstes mal kaufe ich mir GANZ sicher einen Geldbeutel dort. Das hab ich jetzt auch schon länger vor. Dann hatten wir nach der besichtigung der Arkaden lust auf Kaba zuhause und fuhren
Mit dem Bus dann richtung Heimat. Zuhause zeigten wir dann stolz unsere Fanta und Cola - Lipsticks und den geshoppten Fimo den wir am Mittwoch zu Conhonschmuck verarbeiten würden. Den Asti geschnappt sahen wir dann das Fußballspiel an und nach etwas Fernsehen beschließen wir dann auch bald zu schlafen. Der nächste Morgen der der letzte sein sollte begann für mich etwas enttäuschend... Das letzte mal kuschelnd in ihren Armen aufzuwachen blieb mir entbehrt. Ich warf die Decke über meinen Kopf und wollte einfach nicht wahrhaben das das schon wieder der letzte Tag sein sollte. Wieso war es hell? Wieso war es schon Mittwoch...
Irgendwann quälte ich mich dann aus dem Bett, ging Duschen und trank einen von Reita liebevoll gemachten Bananenkaba. Aus Fimo machten wir wie gesagt Lollies und Sushi welches Reita sich auf ihr Conhon klebte.
Ich starrte alle 10 Minuten auf die Uhr... das war unerträglich. Plötzlich war es nur noch eine Stunde bis ich fahren sollte. Diese letzte Stunde verbrachten wir kitzelnd und schmusend im Bett. Der Gedanke das das alles bald vorbei sein würde brachte mich zum weinen. Ich vermisse ihren Geruch, ihr Lachen, ihre ganze Art... wie sie redet, wie sie ist. Wie sie Lebt. Einfach alles.
Wir fuhren zum Bahnhof. Apathisch saß ich im Auto, versuchte fast mich mit meinen Blicken an allem festzuhalten was ich sah und kannte. Ich sah mich an der Jet-tankstelle stehen, und uhre Frontscheibe putzen. Ich sah den Dom in der Ferne und sah die Bilder in meinem Kopf, die aus der Zeit stammten, in welcher wir dort gewesen waren. Ich versuchte zu lächeln wenn sie mich ansah. Sah ihre Hand an, während sie mein Bein streichelte. Alles raste vorbei... Wie die Zeit auch immer raste.
Man spürt es nur nicht immer.
Zuhause angekommen wollte ich einfach nur zurück.
Wie jetzt auch, wo ich diese letzten Zeilen schreibe
und schon wieder so einen dicken Kloß im Hals habe
das ich am liebsten daran ersticken würde.
Hier ist alles einfach schrecklich...
Es gibt keinen einzigen Tag
der auch nur annähernd so perfekt und wunderschön ist,
wie er es in ihrer Nähe sein könnte.
Ich vermisse das alles so sehr
Und dennoch war es so wunderschön das es mich zum lächeln bringt.
Danke für die Zeit die du mit mir verbringst
Ein schöneres Geschenk kann ich mir nicht ausmalen