だいなし Things will never be as you imagine, so you're better off not seeing them.
Daily Motion
Ein Leitthema für diesen Blog gibt es nicht.
Oft verleiten mich Gefühle oder tägliche Eindrücke für einen Post.
Dinge die ich anspreche sind z.B.
+ Essen und asiatische Küche
+ Events und Treffen die ich besuche
+ Erlebnisse mit Freunden
+ Alltägliches
+ J-Music und J-Style
blog info
Letztes Layout Update: 17.03.2013
Navigation: Erfolgt über die Bilder
about
Tamara / 21 / Weinheim
Ich bin ein verträumter Mensch der hinter Oberflächen schaut.
Ein Wunder ist nur, was wir dazu machen.
Das Leben ist spannend und vielseitig und ich versuche
dieses mit Foto und Text hier festzuhalten.
Denn die Erinnerung ist das einzige Paradies
aus dem wir noch nicht vertrieben wurden.
Das Gefühl.
Montag, 24. Januar 2011 07:20
Es war genau dasselbe Gefühl.
Dasselbe Gefühl wie jenes, das mich an dem Tag von dir fortriss,
an dem ich dich zum ersten mal gesehen hatte.
Die Augen sind geschlossen, und doch ist alles seltsam hell.
Du küsst und küsst und hällst den Atem an.
Und plötzlich knirscht sich ein zwitscherndes Geräusch in dein Ohr.
Es kommt näher, wird lauter.
"Die sprühen Sand auf das Gleis, wenn der ICE bremst"
Das ist genau das Geräusch.
Und es klingt wie ein Schwarm aus tausenden Vögeln.
Und es sind jene Vögel, die dich einfach forttragen.
Dann sehe ich deinen Rücken.
Frage mich noch, ob das alles gerade Wirklichkeit ist.
Und ich denke... "Nein Schatz, schau jetzt bloß nicht zurück."
Und sie tut es trotzdem. Graadseläätz.
Und da ist Wasser in ihrem Auge. Und darum schaut sie wieder Weg.
Und mein aufgesetztes Lächeln wird mit ihrem verschwindenden Blick
zu einer bebenden Lippe. Zu zusammenziehenden Brauen.
Sie hat geweint.
Ich gehe jetzt einfach. Nein tu ich nicht.
Ich sehe nur ihren Schatten hinter den verdunkelten Fenstern.
Ich folge ihm. Und da kommt eine Tür.
Eine Kusshand. Zu flüchtig.
Und ich laufe ihr nach und nach.
Die nächste Tür.
Als ich sie gerade erreiche, schließt sie sich.
Und sie steht dahinter.
Es ist kein Staub auf der Tür, in welchen ich ein Herz malen könnte.
Also winke ich. Kusshand. Winken.
Und dann gehe ich, ziehe mir den Pali ins Gesicht.
Und es fühlt sich an als hätte jemand kochendes Wasser in mein Gesicht geschüttet.
Alles brennt, in mir, an mir, und ich kriege kaum Luft.
Und ich schluchze so laut, dass ich mich im nächsten Moment dafür schäme.
Alle schauen mich an als sei ich ein Monster.
Aber es ist mir egal.
Weil ich auf die Straße starre, laufe ich vor einen Bus.
Zum Glück hat der Fahrer mich kommen sehen.
Die Straßenbahn kommt.
Und da stehe ich jetzt, ganz eng, mit vielen Schülern.
Und ich tippe wie besessen eine SMS ein,
damit mein Alptraum der letzten Nacht nicht wahr wird.
Ich steige aus und muss lange auf den Bus warten.
Acht-null-fünf.
Russenstraße.
Da fährt genau dieser Bus an.
Und ich denke bloß...
Danke Gott, danke für den Tritt in den Magen.
Ich lehne meine Stirn gegen die Glaswand der Bushaltestelle.
Und ich schaue in meine eigenen leeren Augen dort im Spiegelbild.
Nur noch eineinhalb Jahre, dann muss sich das hier nie wiederholen.
Und ich warte eine halbe Ewigkeit auf meinen Bus.
Die äußere Kälte ist kein Vergleich zu meiner inneren.
Ich stehe im Bus, in der Mitte.
An die Stange gelehnt, ist niemand da, der mich festhällt.
Wenn der Bus anfährt, fällt mein Körper gegen die Stange.
Der Schmerz in meinem Arm verwandelt sich zur Nichtigkeit.
Andauernd fallen mir Worte ein.
"Mein-name Borat, wieviel kosten?"
Dann lächele ich, und es kommt mir vor,
als hätte der Wind gerade deine Worte zu mir getragen.
Und dann ist da wieder die Realität. Und nichts als Leere.
Im Schrein des Tempels ist ein Gedicht
mit dem Titel "Verlust" eingemeisselt.
Es hat drei Worte,
aber der Dichter hat sie ausgekratzt.
Man kann Verlust nicht beschreiben,
nur empfinden.
Show must go on.
Das war doch mal eines deiner Mottos, oder?
Meine Mutter ruft mich zum Essen.
Und ich gehe und lächele. Aufgesetzt. Whatever.
Das Einzige was beweist, dass du kein Traum bist,
ist der bloße Blick in den Spiegel.
Erinnerung ist das einzige Paradies,
aus dem wir nicht vertreiben werden können.
Ich liebe dich.
Und niemals, niemals, niemals wird sich das ändern.