だいなし Things will never be as you imagine, so you're better off not seeing them.
Daily Motion
Ein Leitthema für diesen Blog gibt es nicht.
Oft verleiten mich Gefühle oder tägliche Eindrücke für einen Post.
Dinge die ich anspreche sind z.B.
+ Essen und asiatische Küche
+ Events und Treffen die ich besuche
+ Erlebnisse mit Freunden
+ Alltägliches
+ J-Music und J-Style
blog info
Letztes Layout Update: 17.03.2013
Navigation: Erfolgt über die Bilder
about
Tamara / 21 / Weinheim
Ich bin ein verträumter Mensch der hinter Oberflächen schaut.
Ein Wunder ist nur, was wir dazu machen.
Das Leben ist spannend und vielseitig und ich versuche
dieses mit Foto und Text hier festzuhalten.
Denn die Erinnerung ist das einzige Paradies
aus dem wir noch nicht vertrieben wurden.
30 Minuten Glück
Dienstag, 26. Juli 2011 18:51
Es ist 3 Uhr Morgens und es gibt, glaube ich,
keinen perfekteren Augenblick als diesen,
um festzuhalten was passiert ist.
Und um festzuhalten wie es mir aktuell geht.
Ich habe die Tage gezählt, euphorisch,
ich hatte 7 Wochen Sommerferien und
5 von ihnen
habe ich nur auf diesen Moment gewartet.
"Ihr könnt euch in der Küche küssen"
meinte Ruka scherzend, verschwand dann irgendwo.
Meli auf der Toilette und dann war da nur ich.
Und sie.
Ich musste ganz schön mit mir kämpfen.
Ich wusste nicht genau was ich sagen, oder tun sollte.
Im nachhinein wünschte ich, ich hätte mehr getan.
Aber ich bin einfach viel zu schüchtern,
und sie ist mir einfach viel zu kostbar,
als das ich irgendetwas überstürzen und vielleicht
sogar kaputtmachen wollte.
Sie hat sich gefreut über meine Geschenke,
dass war so wunderbar.
Bis zum letzten Augenblick dachte ich,
dass sie vielleicht enttäuscht ist.
Aber sie hat sich gefreut.
Und nach dem,
was ihre Mutter letztendlich zu ihr meinte,
bin ich mir nicht mehr so sicher ob sie
das Piercing immer noch trägt.
Oder ob sie sich schämt...
Vielleicht auch sich wegen mir schämt...
Und sie es nicht trägt, wenn sie zuhause ist.
Ich habe viele Ängste, viele Zweifel mir gegenüber.
Es ist noch schwer, für mich selbst,
zu verstehen, dass sie mich liebt.
"Sie meinte sie schämt sich sehr.
Sie meinte sie hat Angst, dass du sie nicht mehr liebst."
Ganze 6 Stunden hat ihr Körper sich geschüttelt.
Wollte ihr keine Ruhe lassen,
wollte uns keine Zeit schenken.
Wollte irgendwie alles auf die Probe stellen.
Aber es hat mich ihr so sehr nahe gebracht...
Sie anzusehen wie sie leidet,
mitzuleiden, die ganze Nacht über.
Jedes mal in kleinen Phasen im Schlaf zu versinken,
nur um wieder von dem ein und selben Geräusch
wach zu werden, schlaftrunken in die Küche zu taumeln.
Dort einen perfekt temperierten Fencheltee hinzukriegen,
wenn er zu heiß ist mit meinen eigenen Händen zu kühlen,
und die perfekte Prise Salz und Zucker zustande zu bringen.
Ich habe mir gewünscht
das ich ihr Leid auf mich übertragen kann.
Ich habe mir den Kopf darüber zerbrochen,
was ihr einfach bloß helfen könnte.
Aber ich war Macht- und Mittellos.
Und so hätte ich am liebsten losgeflennt,
als ich am nächsten Morgen wach wurde,
und mitbekam das sie in die Küche ging,
um keinen zu stören...
Um mich nicht zu wecken...
Ich folgte in die Küche, setzte mich auf das Tichlein.
Schon wieder ihr zitternder, zuckender Rücken.
"Wir haben ihre Mum angerufen, sie holt sie gleich ab."
"Wo ist sie nur? Warum kommt sie nicht..."
Die Kraft die ihren Körper mehr und mehr verlassen hat
und dann dazu dieser Alptraum...
Diese psychische Belastung von allen Seiten,
die mir so unendlich weh tat.
Und dann war sie da, ihre Mutter.
Nahm sie mit...
Und alles was ich sagen konnte,
was ich sagen durfte war "Bye."
Ich starrte in die Leere, als meine Seele nach mehr schrie.
Ich rief ihr tausend Dinge in Gedanken nach,
die in meiner Kehle starben
und meine Lippen nicht mehr erreichten.
"Ich liebe dich. Ich liebe dich so sehr... Gute Besserung..."
Und alles was dann bleib war eine seltsame Stille.
Während ich meine Tränen einfach schluckte.
Das immer wiederkehrende Geräusch von würgen
und brechen war mit dir weg gegangen.
Und ich hoffte einfach das es jetzt alles okay wird.
Und wir schauen diesen Film an,
nachdem Reita ebenfalls gegangen war.
Und wir lachten und so einen ab...
Und dann dieser Anruf.
Man musste nur Ruka sehen,
wie sie mit ihrer Mum redete.
Und man wusste sofort was los war...
"Ihre Mum meinte ... etwas ist mit ihrem Herzen.
Sie wird also nicht zur Ani kommen.
Und... als wäre es das wichtigste gewesen,
betonte sie immer wieder, dass Aki jetzt
nicht mehr online kommt..."
Diese Frau, die ihre Mutter ist.
Diese Frau weiss nicht, wie sehr ihre Tochter sie liebt.
Denn wenn sie es wüsste, würde sie nicht so reden...
Würde sie doch nicht so handeln...
"Etwas ist mit ihrem Herzen..."
Als ich ihr zusah, ihren Rücken streichelte,
da dachte ich insgeheim genau daran.
Auch ich hab nicht das mega gesündeste Herz der Welt.
Was ist wenn es bei ihr auch so ist?
Ist es nicht unendlich anstrengend für das Herz,
einen verkrampfenden Magen auszuhalten?
"Los Leute, schaun wir den FIlm weiter.
Es bringt nichts uns zu Sorgen."
Mit leeren Augen bin ich in die Kissen gesunken,
lag genau da, wo sie die ganze Nacht gelitten hat.
Ich starrte aus dem Fenster.
"Bitte... bitte werd wieder gesund..."
Und ich konnte das, was die ganze Zeit in mir steckte,
nicht mehr aufhalten. Und ich weinte.
Schicksal, wie sehr musst du mich verachten,
wenn du mich 30 Minuten
von einem Menschen kosten lässt,
nur um ihn mir dann wegzunehmen?
Soll das nun die Probe sein?
Für alle Zeiten danach?
30 Minuten Glück.
Ich habe nicht mehr daran geglaubt,
an diesem Tag etwas von ihr zu hören.
"Aki ... das Beste an ihr ist, dass sie irre stark ist."
"Ja Aki is sau stark."
"Sicher liegt sie im KH im Bett,
und scheucht die Ärzte rum"
"EH WARUM BRINGT MIR
KEINER N CHEESEBURGER?"
Ja, Aki ist stark.
Wahrscheinlich ist sie der stärkste Mensch den ich kenne.
Aber... was ist, wenn der Zeitpunkt kommt,
an dem es nicht mehr reicht...
an dem die Kraft aufgebraucht ist?
Eine SMS zerschmetterte all meine
pessimistischen Gedanken.
Es war bereits dunkel.
"Ich bin daheim,
es ist doch nichts mit meinem Herzen."
Und wieder sehe ich aus Rukas Fenster,
in das Königsblau der Nacht,
und sehe sie in meinem inneren Auge.
Wie sie in ihrem Hochbett liegt,
und endlich schlafen kann.
Die restlichen Tage habe ich größtenteils...
Wirklich wunderbar verbracht.
Ich denke auch, wenn Momo es nicht schaffen würde,
meine Laune hochzuziehen, dann würde die Apocalypse
beginnen. Ich habe viel gelacht,
aber der Gedanke an sie und ihre Worte waren dauernd
in meinem Kopf. Immer bei mir.
"Ich hab dich so lieb..."
"Warum sagst du sowas?
Ich habe dich viel mehr als lieb."
"Gott... Ich würd dich so gerne küssen aber..."
"Ja.. ja ich weiss naja..."
Ich hab dich lieb...
Warum sagt sie immer nur, sie hätte mich lieb?
Hat sie Angst, ich will nicht hören,
dass sie mich liebt?
Oder hat sie mir wirklich...
''nur'' lieb?
Ich bereue es nicht.
Ich fühle keine Verachtung für diese Nacht,
oder für das, was passiert ist.
Ich bin dankbar dafür, dass ich bei dir sein konnte,
als es dir so schlecht ging.
Teilweise dachte ich, dass ich Schuld bin...
Wären wir nicht gekommen, hätten wir nicht gesoffen...
Am Ende bleibt nur dieses einzige Fazit:
Momo ist der King of Arschfressen-Schlitzer.
Es gibt niemanden, mit dem ich so viel lache, wie mit ihr.
Reita hat dank Meli sämtliche Hemmungen abgelegt.
Zumindest die gröbsten.
Ruka ist mehr Mama, als die Mammigste Mama der Welt.
Sie ist einfach ein wunderbarer Mensch, der mir
auf besondere Weise gezeigt hat, dass sie einfach DA ist. Immer.
Meli ist immernoch, seitdem ich sie kenne, eine Aufgabe.
Ein Mensch zu dem ich eine Art Hassliebe führe,
und mich vor allem in Akzeptanz übe.
Und Aki...
Ich liebe sie.
Ich kenne sie so wenig bis jetzt,
und ich fühle mich ihr so unglaublich nahe.
Ich will immer mehr von ihr.
Immer mehr wissen,
immer mehr sehen, erkennen und fühlen.
Diese 30 Minuten Glück haben mir gezeigt:
Du machst das richtige, hör bloß nicht auf damit.
Und ich weiß das es sich lohnt,
dass sich alles lohnt, was ich für sie geben will.
Und das ich alles nehmen will, was sie zu geben bereit ist.