だいなし Things will never be as you imagine, so you're better off not seeing them.
Daily Motion
Ein Leitthema für diesen Blog gibt es nicht.
Oft verleiten mich Gefühle oder tägliche Eindrücke für einen Post.
Dinge die ich anspreche sind z.B.
+ Essen und asiatische Küche
+ Events und Treffen die ich besuche
+ Erlebnisse mit Freunden
+ Alltägliches
+ J-Music und J-Style
blog info
Letztes Layout Update: 17.03.2013
Navigation: Erfolgt über die Bilder
about
Tamara / 21 / Weinheim
Ich bin ein verträumter Mensch der hinter Oberflächen schaut.
Ein Wunder ist nur, was wir dazu machen.
Das Leben ist spannend und vielseitig und ich versuche
dieses mit Foto und Text hier festzuhalten.
Denn die Erinnerung ist das einzige Paradies
aus dem wir noch nicht vertrieben wurden.
-1- Der Bauer
Samstag, 11. Januar 2014 18:40
Der Nordwind.
Er sickerte unter sein Hemd wie die kalte Hand eines Fremden, hob den Bund nach oben, streichelte grob seine Haut mit seiner kalten Berührung. Der Himmel bewegte sich und graue Wolken wanderten umher, ohne ein bestimmtes Ziel.
Geistesabwesend fragte Aoi sich ob die Wolken wusste wohin sie gehen würden oder nicht. Natürlich nicht, ganz klar, sie waren nur Wolken, große, brodelnde Wolken. Genau wie die Stimmung des Mannes welcher die Straße hinab lief während scharfe Steine ihre Existenz bekannt gaben indem diese wirre Muster in seine Sohle kratzten, der grobe Schmutz an seiner Ferse stach.
Aber genau das, dies bekam man, wenn man mit dem Feuer spielte.
Tropf.
Aoi spürte wir ein kleiner, kalter Tropfen auf seiner Nase aufschlug,
ein zweiter folgte auf seine Lippe.
Toll, Regen. Genau das wonach er so dringlich verlangt hatte.
Was für ein großartiger Tag.
Der Bauer seufzte, lief weiter während der Regen ausbrach
und den schäbigen Mann gänzlich durchnässte.
Aoi konnte fühlen wie der raue Stoff auf seiner Haut an Gewicht gewann,
wie feuchte Kleidung eng an seinem Körper klebte,
an ihm klammerte wie eine Armee schleimiger Blutegel.
Und es war kalt, so kalt, nicht im geringsten wie leichter Sommerregen,
es war eiskalt, beschwerlich und ein aggressives Zeichen welches jedem bekannt machte,
das der Winter vor der Tür stand.
"Wie dumm kann ein Mann sein..." murmelte der Bauer.
Nicht das es irgendjemanden in seiner Nähe gab,
der seine Worte hätte vernehmen können,
ausserdem sollte sie auch keiner hören,
bis auf Aoi selbst. Nur fünfzehn Stunden früher war noch alles in Ordnung gewesen,
er besaß ein Haus, ein Stück Land, ein Dach über dem Kopf.
Entweder durch seine Dummheit oder seine Rücksichtslosigkeit, egal,
nun hatte er alles verloren. In einer Runde einfachem Glücksspiel.
Und nun war da kein Haus mehr, kein Dach, nur der Himmel und die Sterne,
welche jedoch von dicken, grauen Wolken verdeckt waren.
Sein einziger Kamerad war er selbst und der Regen, der Wind der in seinen Ohren pfeifte.
Seine einzige Chance den Winter zu überstehen war,
an einen neuen Platz zu gelangen, welcher ihm der Herr der Provinz zuteilen sollte.
Dies war nicht die leichteste Bürde, aber Aoi war ganz sicher nicht einer von denen
welche sofort aufgaben. Und so war er jetzt - und das schon seit Stunde um Stunde -
auf dem Weg zum Haus des Herrn, ein reicher Ort
der alles übertraf was Aoi je gesehen oder besessen hatte.
Aber Aoi hatte keine Angst. Er war hungrig und müde,
durchnässt und frierend, bereit alles zu tun um einen Unterschlupf zu finden
und vielleicht etwas zu essen, ein Ort um sich auszuruhen.
Und dann, eine Stunde und noch eine später, erhob sich seine kalte Hand um an die riesige, hölzerne Tür zu klopfen vor der Aoi stand, auf dieser schönen, edlen Eingangsstufe, nasse, feuchte Haarsträhnen an seinem Gesicht klebend, dunkle, müde Augen zur Tür aufsehend welche sich langsam mit einem grausigen Geräusch öffnete.