だいなし Things will never be as you imagine, so you're better off not seeing them.
Daily Motion
Ein Leitthema für diesen Blog gibt es nicht.
Oft verleiten mich Gefühle oder tägliche Eindrücke für einen Post.
Dinge die ich anspreche sind z.B.
+ Essen und asiatische Küche
+ Events und Treffen die ich besuche
+ Erlebnisse mit Freunden
+ Alltägliches
+ J-Music und J-Style
blog info
Letztes Layout Update: 17.03.2013
Navigation: Erfolgt über die Bilder
about
Tamara / 21 / Weinheim
Ich bin ein verträumter Mensch der hinter Oberflächen schaut.
Ein Wunder ist nur, was wir dazu machen.
Das Leben ist spannend und vielseitig und ich versuche
dieses mit Foto und Text hier festzuhalten.
Denn die Erinnerung ist das einzige Paradies
aus dem wir noch nicht vertrieben wurden.
-10- Kaltherzigkeit
Samstag, 18. Januar 2014 13:48
Mit seinem schnellen Schritt erreichte der Blonde die Waldlichtung bereits in wenigen Minuten. Sein Kamerad war bereits da gewesen, und so begrüßten sie sich wie die guten Freunde die sie waren und fragten nach des Wohlbefinden des anderen bevor sie einen schnellen aber anstrengenden Kampf antraten. Ruki war sogar darin gut. Er war ein Meister der Beobachtung und so bemerkte er jeden kleinen Bewegungsfehler den sein Gegenüber machte. "Schachmatt." Sagte er, hielt sein Schwert aufrecht gegen die Brust seines Freundes und atmete rasch, grinste triumphierend.
"Gut gespielt, wie immer." Sagte der andere grinsend und sie lachten und setzten sich nieder, sprachen über Politik und privates. "Ein Mann, sagst du?" Ja, ein Mann, ein Mann erschien gestern vor seinem Tore. Sein Freund sagte ihm das er niemanden mehr herein ließe, denn er wurde von einem Bauern bestohlen, und dies sei etwas was er nicht noch einmal erleben wollen würde.
"Niemand würde es überleben wenn er von mir stehlen würde." Sagte Ruki lächelnd, jedoch in einem herzlosen Ton, und sein Freund wurde ganz still. Oh man, wieso hatte er das nun ausgesprochen und die gute Stimmung zwischen den beiden ruiniert? Er schüttelte entschuldigend seinen Kopf, betonte wie spät es schon gewesen war, und das er jetzt gehen müsse, denn es gäbe noch so viel für ihn zu tun. Sein Freund stimmte höflich zu, schenkte ihm noch ein Flasche Weines von seinem Lande und Ruki ritt nachhause. Was war geschehen? Was war der Grund für seine Kaltherzigkeit gewesen?, fragte er sich.
Als er nachhause kam nahm man ihm die Flasche Wein und sein Pferd ab und brachte es wie immer in den Stall, nachdem Ruki wieder in seine Räume eilte, endlich seinen schweren Mantel auszog. Er setzte sich auf seinen Platz, und er fühlte die Sehnsucht nach Musik oder Unterhaltung irgendeiner Art und Weise. Er nahm die alte Violine die auf dem kleinen Schränkchen neben ihm lag und zupfte an den Saiten. Eine von ihnen fehlte, aber irgendwie ergriff Ruki nie die Gelegenheit sie auszutauschen.
Sanft nahm er den Geigenbogen und lehnte die Geige an seinen Hals und spielte ein paar Noten. Er kannte nicht viele, aber er wünschte sich er täte es, und so legte er enttäuscht die Geige wieder ab. Ein Dienstmädchen applaudierte ihm, aber er mochte kein Lob für etwas, dass er nicht konnte, und schenkte ihr daher keine Beachtung.
Sein Blick wanderte durch den Raum. Gerade als er wieder in seinen negativen Gedanken versank, hörte er wie sich die Tür des Badezimmers quietschend öffnete und einen kurzen Moment später stand der Bauer im selben Raum in dem der Herr sich befand.
Neugierig auf die Reaktion des anderen auf das eher unerwartete zusammentreffen sah der Blonde ihn geduldig und erwartungsvoll an.