だいなし Things will never be as you imagine, so you're better off not seeing them.
Daily Motion
Ein Leitthema für diesen Blog gibt es nicht.
Oft verleiten mich Gefühle oder tägliche Eindrücke für einen Post.
Dinge die ich anspreche sind z.B.
+ Essen und asiatische Küche
+ Events und Treffen die ich besuche
+ Erlebnisse mit Freunden
+ Alltägliches
+ J-Music und J-Style
blog info
Letztes Layout Update: 17.03.2013
Navigation: Erfolgt über die Bilder
about
Tamara / 21 / Weinheim
Ich bin ein verträumter Mensch der hinter Oberflächen schaut.
Ein Wunder ist nur, was wir dazu machen.
Das Leben ist spannend und vielseitig und ich versuche
dieses mit Foto und Text hier festzuhalten.
Denn die Erinnerung ist das einzige Paradies
aus dem wir noch nicht vertrieben wurden.
-2- Der Herr
Samstag, 11. Januar 2014 19:16
Einsamkeit.
Ruki hatte sich mittlerweile so sehr daran gewöhnt.
Er wurde zur Einsamkeit erzogen, wurde von schlechten Einflüssen und falschen Entscheidungen fern gehalten seitdem er geboren wurde. Menschen hatten schon immer einen Einfluss auf Menschen gehabt und seitdem Ruki wusste, dass er eines Tages ein Feudalherr werden sollte, musste er sehr früh lernen seine eigenen Entscheidungen zu treffen. Sogar jetzt war er alleine, preschte durch den kalten Abend auf seinem weißen Pferd und warf seinen Falken in die Luft.
Von allen Aufgaben die er während seines prall gefüllten Tages durchlaufen musste war die Jagd mit dem Falken seine liebste gewesen. Den Wald zu beobachten, jede noch so kleine Regung der zitternden Pflanzen wahr zu nehmen, mit seinem majestätischen Vogel auf seinem Arm.
Ein Tier zu fangen brachte ihn seltsamerweise immer zum lächeln, etwas am Jagen machte ihn sehr stolz auf sich selbst. Ein weiteres, armes Häschen wurde an diesem Tage gefangen, fand sein Ende bevor es dunkler und kälter wurde. Mit dem zappelnden Fell an den Sattel gebunden ritt er schnell nach hause. Er konnte riechen, dass der Regen kam.
Als er aus den Wäldern und am Horizont erschien war die Tür zu seiner Residenz bereits erwartungsvoll für ihn geöffnet. Nachdem er sein Pferd im Hof angehalten hatte stieg er elegant von dem muskelbestückten Tier und ging um seine Räume zu betreten. Er musste sich um das Meiste nie selbst kümmern. Das Pferd wurde von Dienern in den Stall gebracht. Der Hase wurde von Dienern getötet. Von Dienern gekocht. Den Falken nahmen ihm die Diener ab und brachten ihn in sein Gehege.
Sein Atem formte kleine, unförmige Wolken vor seinen Lippen.
Kalt.
Er konnte es kaum erwarten sich vor das Feuer zu setzen, dem knisternden Geräusch zu zu hören bis er sein Abendgebet sprechen und zu Bett gehen würde. Seine Schritte waren schnell und stolz und jeder der seinen Weg kreuzte schritt in Angst und Respekt zur Seite. Niemand wusste je so recht wie es dem Herrn heute ging und niemand war wirklich mutig genug ihn danach zu fragen.
Gerade als man ihm zur Entspannung Wein gebracht hatte, gerade als die purpurne, bittere Flüssigkeit seine Lippen benetzte trat ein Diener in den Raum und verbeugte sich. Ruki fragte nicht nach.
Sein Blick triefte vor Genervtheit und Desinteresse und traf den des Dieners, welcher dann vor ihm zu stottern begann. "Mein Herr, da... ist ein Mann vor dem Tor. Ein Bauer."
Für einen Moment bewegte sich sein Körper kein Stück, er überlegte bloß ob er Lust hatte aufzustehen oder nicht. Aber da es ihm wichtig war, was man so von ihm hielt, erhob er sich und wickelte seinen Umhang noch enger um sich, nahm sein Schwert und ging zur Tür ohne jeglichen Kommentar.
Die große, hölzerne Tür öffnete sich gerade so weit, dass Ruki einen sicheren Blick hinab auf den von Schmutz bedeckten, durchnässten Mann vor ihm wagen konnte. Ein beiläufiges Winken brachte die Diener dazu die Tür noch weiter zu öffnen. Wind zerrte an den blonden Haaren und den noblen Kleidern des Herrn, und es gefiel ihm nicht im geringsten. Langsam zog er sein leichtgewichtiges Schwert aus dessen Scheide und drückte den kalten Stahl unter das Kinn des fremden welcher halb auf dem Boden kniete, leitete dessen Blick zu ihm hinauf.
Emotionslose Augen beobachteten den ärmlichen Bauern für scheinbar endlose Momente voll strömendem Regen bis er endlich den Willen zu Sprechen fand.