だいなし Things will never be as you imagine, so you're better off not seeing them.
Daily Motion
Ein Leitthema für diesen Blog gibt es nicht.
Oft verleiten mich Gefühle oder tägliche Eindrücke für einen Post.
Dinge die ich anspreche sind z.B.
+ Essen und asiatische Küche
+ Events und Treffen die ich besuche
+ Erlebnisse mit Freunden
+ Alltägliches
+ J-Music und J-Style
blog info
Letztes Layout Update: 17.03.2013
Navigation: Erfolgt über die Bilder
about
Tamara / 21 / Weinheim
Ich bin ein verträumter Mensch der hinter Oberflächen schaut.
Ein Wunder ist nur, was wir dazu machen.
Das Leben ist spannend und vielseitig und ich versuche
dieses mit Foto und Text hier festzuhalten.
Denn die Erinnerung ist das einzige Paradies
aus dem wir noch nicht vertrieben wurden.
-3- Die Bitte
Sonntag, 12. Januar 2014 07:23
Aoi erhob seinen Blick um dem blonden Mann in die Augen zu schauen und seine Lippen teilten sich um etwas zu sagen aber sie schlossen sich sofort erschrocken wieder bevor auch irgend ein Ton die Chance hatte geboren zu werden. Der Bauer schluckte schwer als er den kalten Rand des Schwertes an seiner feuchten Haut spürte. Nun, er konnte nicht nur staunend vor der Anwesenheit der Herrn dasitzen, er würde seinen Mund öffnen müssen, höflich sein und Ehre erweisen. Aoi war kein Schwächling und hatte auch keine Angst davor seine Gedanken zu formulieren, aber jeder in der Provinz wäre vorsichtig gewesen wie er mit dem Mann in den unüblich noblen Kleidern sprach, welche Aoi so real noch nie zuvor gesehen hatte.
"I-Ich kam von weit her, in der Hoffnung der Herr würde mir einen Platz gönnen auf dem ich arbeiten und leben kann. Ich bin müde und hungrig, mein Herr." Sprach er und pausierte kurz ehe er fortsetzte.
"Ich würde alles tun für einen Unterschlupf und vielleicht etwas Essen." Fügte Aoi hinzu, in seinem Innern eine Grimasse ziehend. Der Bauer hasste es zu betteln, er hasste es vor jemandes Füßen zu knien, auch wenn es vor dem Feudalherren so verlangt und eine ungeschriebene Regel gewesen war. Und so befolgte Aoi diese, seine Knie schmerzend vom harten Stein.
"Ich würde des Herrn Leben nicht erschweren wenn ich keinen wahren Grund dazu hätte an dessen Tür zu klopfen. Und so bin ich nun hier, bete um Gnade und Hilfe um den nächsten Winter zu überstehen." Aoi war nahezu atemlos vom Sprechen. Bis zu diesem Moment wagte er es in des Herrn Augen zu blicken, aber nun senkte sich sein Kopf schwach und müde, schwarze Strähnen hingen leblos an ihm herab, einige von ihnen klebten an seinen bloßen Schultern welche das lockere Hemd nicht verdeckten. Er musste unglaublich miserabel in den Augen des Herrn ausgesehen haben.
Adel. Wenn sie nur wüssten was für eine Hölle das Leben manchmal war, das Leben ohne noble Kleidung und Wein.
Oder wenn sie wenigstens nicht auf andere herabsehen würden und das Volk nicht wie Abschaum betrachten würden. Sie waren doch alle nur Menschen, und trotzdem gab es strikte Linien zwischen denen die man Bauern nannte und dem Adel. Es stand eine unsichtbare Mauer zwischen ihm und diesem Mann, welche aus mehr bestand als Reichtum um Kleidung. Und das war in jedem Fall unfassbar dumm in Aois Gedanken, was ihn innerlich kurz und verbittert lächeln lies.
Nun, wenn er heute durch des Herrn Schwert sterben würde hätte er wenigstens nichts mehr weiter zu verlieren als seine Seele in der Hölle.