だいなし Things will never be as you imagine, so you're better off not seeing them.
Daily Motion
Ein Leitthema für diesen Blog gibt es nicht.
Oft verleiten mich Gefühle oder tägliche Eindrücke für einen Post.
Dinge die ich anspreche sind z.B.
+ Essen und asiatische Küche
+ Events und Treffen die ich besuche
+ Erlebnisse mit Freunden
+ Alltägliches
+ J-Music und J-Style
blog info
Letztes Layout Update: 17.03.2013
Navigation: Erfolgt über die Bilder
about
Tamara / 21 / Weinheim
Ich bin ein verträumter Mensch der hinter Oberflächen schaut.
Ein Wunder ist nur, was wir dazu machen.
Das Leben ist spannend und vielseitig und ich versuche
dieses mit Foto und Text hier festzuhalten.
Denn die Erinnerung ist das einzige Paradies
aus dem wir noch nicht vertrieben wurden.
-5- Dankbarkeit
Freitag, 17. Januar 2014 12:04
Nachdem Aoi als 'Müll' und 'wertlos' betitelt wurde, war er sich verdammt sicher, dass der Herr ihn nur beleidigen und die Tür für immer verschließen würde, bis der ärmliche Bauer auf dessen Türschwelle verhungern würde. Er war sich so verdammt sicher, dass es ihn traurig machte, einsam und verlassen. Denn nein, er verdiente keine Hilfe. Sicher, er hatte sich ein Leben aufgebaut und es dennoch leichter verloren als eine Schlange ihre Haut.
"Er verdient es nicht, aber er ist bereit dafür zu arbeiten." Sagte der Bauer. Und es war eigenartig, als hätte ihn das Schicksal hier her getrieben, auf seine Knie, auf die Türschwelle des Herrn wo er nun dessen Blick auf seinem Körper spürte. Aoi erhob seinen Blick um den Blonden wieder an zu sehen, dunkle Augen beobachteten den Edelmann, auch wenn sie nicht das Recht dazu gehabt hatten.
Entgegen all seiner Erwartungen vernahm Aoi plötzlich Worte von denen er gewettet hatte sie niemals vom Herrn zu hören. Ein Stall, es war sehr viel besser als gar nichts, es war mehr als er erwartet hatte, trockenes Heu und ein Dach über dem Kopf unter dem er schlafen konnte. Er hätte sich nicht mehr wünschen können. "Danke mein Herr, ich bin ihnen überaus dankbar." Brachte Aois müde, zittrige, leise Stimme hervor, viel mehr ein Flüstern als ein Sprechen. Aoi verbeugte sich und ließ sich dann in den Stall helfen. Der Regen wurde nur noch schlimmer, tausend kleiner Tropfen schlugen auf das morsche Dach das Stalles ein.
Aoi setzte sich in einem Heuhaufen nieder, seufzte voll aufkommender Glückseligkeit als sein schwacher Körper nach der beschwerlichen Reise endlich etwas weiches unter sich spürte und seine Fußsohlen von scharfen Steinen entlastet wurden. Wenigstens hatte der Regen den meisten Schmutz von seinem Körper gewaschen. Gerade als er sein durchnässtes Hemd ausziehen wollte kam eine Dame herein, ein Dienstmädchen, vermutete er.
Aoi war überrascht, gar überwältigt, als man ihm einen Teller gab. Essen. Es war ein ganzer Teller Essen. Er hatte den ganzen Tag nichts gegessen, der Mann war knapp am verhungern. Mit zitternden Händen nahm er den Teller, bedankte sich vielmals bevor er es sich im Heu bequem machte und zu essen begann. Vielleicht, nur vielleicht, war der Herr doch nicht so kaltherzig, wie man über ihn im ganzen Land munkelte.