だいなし Things will never be as you imagine, so you're better off not seeing them.
Daily Motion
Ein Leitthema für diesen Blog gibt es nicht.
Oft verleiten mich Gefühle oder tägliche Eindrücke für einen Post.
Dinge die ich anspreche sind z.B.
+ Essen und asiatische Küche
+ Events und Treffen die ich besuche
+ Erlebnisse mit Freunden
+ Alltägliches
+ J-Music und J-Style
blog info
Letztes Layout Update: 17.03.2013
Navigation: Erfolgt über die Bilder
about
Tamara / 21 / Weinheim
Ich bin ein verträumter Mensch der hinter Oberflächen schaut.
Ein Wunder ist nur, was wir dazu machen.
Das Leben ist spannend und vielseitig und ich versuche
dieses mit Foto und Text hier festzuhalten.
Denn die Erinnerung ist das einzige Paradies
aus dem wir noch nicht vertrieben wurden.
-6- Leere
Freitag, 17. Januar 2014 12:26
Ruki wusste selbst nicht einmal, was ihn für diesen einen Moment so schwach gemacht hatte, dass er einen fremden in seine Umgebung einlud, aber er versuchte nicht zu viel darüber nachzudenken, aus Angst seine Meinung wieder zu ändern. Es war viel zu lange her, seitdem er etwas gutes für irgend einen anderen neben sich getan hatte, und nun tat er es wieder, auch wenn er erwartete wieder einmal vom Schicksal enttäuscht zu werden.
Er sah nichts von all der Dankbarkeit des Bauern, sah nicht wie seine Augen leuchteten und auch nicht wie seine Hände zitterten, als er den Teller vom Dienstmädchen annahm. Sah nicht, wie er aß, als hätte er seit Jahren nicht gegessen. Der Zeitpunkt, an dem er Ruki seine Dankbarkeit erweisen würde, würde bald kommen, und Ruki würde ihn beobachten. Er würde schauen ob Aoi fähig war Dinge zu erledigen, gut zu arbeiten und vielleicht sogar zu jagen. Aber um ihn einer solchen ehrwürdigen und noblen Arbeit nahe zu bringen musste er abwarten. Er würde ihn beobachten und entdecken.
Er lehnte sich in seiner eher unbequemen Chaiselongue zurück, trank endlich seinen Wein, summte über den guten Geschmack. Traurigerweise war der Wein jetzt wärmer geworden als für einen hervorragenden Geschmack und Geruch vorhergesehen, aber er war zu müde um sich zu ärgern. Tief in ihm fühlte er sich leer, leer und vollständig müde, vergaß warum er jeden Morgen aufstand und Dinge tat, die ihn nicht einmal interessierten. Er starrte ins Feuer bis seine Augen trocken und schwummrig wurden. Sein Körper fühlte sich taub und unsichtbar an, und nach Stunden in denen er regungslos dort saß, denn das Feuer starb bereits in seinem letzten glitzernden Funken, fragte ein Diener ihn höflich ob er nicht zu Bett gehen wolle. Seine Augen bewegten sich nur langsam um den Diener einzufangen. Eine Figur. Und noch eine und noch eine. War er nur von seelenlosen Männern und Frauen umgeben? Figuren? Ein Vogel in einem goldenen Käfig, das war es, was er war.
Er trank die letzten Schlücke seines Weines auf ex und ging in sein Schlafgemach wo Diener ihm halfen sich umzuziehen. Er sagte ihnen, dass sie schnell wieder verschwinden sollten, denn er fühlte das Bedürfnis nachzudenken und sich in sein Bett zu legen, welches viel zu groß für ihn alleine war. Er legte sich auf seine Seite und seufzte. Sollte er nicht glücklich sein? Stolz darauf sein, was er gewesen war?
War der Mann im Stall denn so viel... anders als er?
Er könnte nun an seiner Stelle sein, wäre er nur im Dorf am Fuße des Weges geboren worden.
Wandernd durch all diese Gedanken und Fragen, die ihm niemals jemand beantworten würde, befand er sich bald in einem langen, traumlosen Schlaf.