だいなし Things will never be as you imagine, so you're better off not seeing them.
Daily Motion
Ein Leitthema für diesen Blog gibt es nicht.
Oft verleiten mich Gefühle oder tägliche Eindrücke für einen Post.
Dinge die ich anspreche sind z.B.
+ Essen und asiatische Küche
+ Events und Treffen die ich besuche
+ Erlebnisse mit Freunden
+ Alltägliches
+ J-Music und J-Style
blog info
Letztes Layout Update: 17.03.2013
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about
Tamara / 21 / Weinheim
Ich bin ein verträumter Mensch der hinter Oberflächen schaut.
Ein Wunder ist nur, was wir dazu machen.
Das Leben ist spannend und vielseitig und ich versuche
dieses mit Foto und Text hier festzuhalten.
Denn die Erinnerung ist das einzige Paradies
aus dem wir noch nicht vertrieben wurden.
-7- Ein neuer Tag
Freitag, 17. Januar 2014 12:52
Als Aoi gegessen hatte stellte er den Teller auf den Boden neben dem Heuhaufen, wissend, dass ihn jemand von dort nehmen würde, falls nicht später dann morgen. Nun endlich zog er sein Hemd aus, dann seine Hose, hoffend das die Kleidung am nächsten Morgen trocken sein würde. Kleider an zu ziehen, welche seit langer Zeit schon an seinem Körper gehangen waren, schmutzig und schäbig, war gewiss kein schönes Gefühl, aber mehr hatte er nun einmal nicht. Immerhin war es noch genug um ihn nicht wie einen Sklaven aussehen zu lassen, nackt und von der Erde gezeichnet. Und wie er so im Heu lag, umgarnten auch ihn seine Gedanken.
Welche, wenig überraschend, sich um einen speziellen, namenlosen, Feudalherrn drehten.
Der Bauer seufzte, kratzte sich im Nacken und schloss seine Augen. Er fragte sich was der Blonde jetzt wohl dachte, nachdem er einen fremden, einen Bauer, in seinen Stallungen hat schlafen lassen. War es wirklich nur die Gnade, von der der Herr gesprochen hatte, oder war dort ein Haken unter Freundlichkeit versteckt? Egal was der Fall war, Aoi würde sich nun um so etwas keine Gedanken machen, er hatte ohnehin keine andere Wahl. Und ihm einen Unterschlupf zu gönnen war wahrlich viel für den armen Bauer der nicht mehr besaß als die Kleider am eigenen Leibe. Niemand könnte irgendetwas materielles von ihm stehlen, Gauner hatten es ja bereits getan. Und hinterließen ihn, nun ja, Schuhlos.
Aoi war so müde, dass er sogar auf Steinen hätte schlafen können, aber das weiche, natürlich lockere Heu machte ihm die Nacht sehr viel erträglicher. Als letzten Gedankengang den Aoi vor seinem Schlaf antrat, versuchte er sich vorzustellen, wie das Leben eines Reichen, eines Feudalherrn sein musste, und wenn er an seiner Stelle gewesen wäre, ob er einen ärmlichen Bauern eingelassen hätte. Aber er konnte sich die Frage nicht beantworten, und ließ sich so von einem dringend benötigten Schlaf einfangen.
Bevor er es überhaupt bemerkte war es Morgen geworden, und kleine, schwache Sonnenstrahlen stachen durch das kümmerliche Fenster hoch oben im Dach des Stalles. Einer der Strahlen traf Aois Gesicht, brachten den Mann zu einem genervten Grummeln. Langsam öffnete er seine Augen und blinzelte einige Male um langsam wach zu werden.